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FKK - und trotzdem
ist keiner nackt
Von entkleideten Sommerfrischlern keine Spur,
beim Jubiläumsprogramm des Fehrbelliner Karneval
Klubs
Von Rebecca Hinz
FEHRBELLIN Mit einem kräftigen "Rhinland
Alaaf" und der Rede des Prinzen Jürgen vom
Fehrbelliner Karneval Klub (FKK) läuteten die Rhinstädter
ihr Jubiläumsprogramm ein. Am Samstagabend zeigten
sie im Fehrbelliner Hof erstmalig in dieser Saison ihre
Revue zum 50. Geburtstag.
Mit jedem Programmpunkt hangelten sich die närrisch
Verkleideten durch die fünf Jahrzehnte der FKK-Geschichte.
Nach einer Parodie auf das Chanson über die Berliner
Luft ging es mit den Maskulinen Hupfdolls weiter. Der
Saal grölte, als das Männerballett erschien.
Die Maskulinen Hupfdolls bestechen natürlich nicht
durch Gesang, sondern durch ihre ausgefallenen Kostüme.
Etwas für das Auge waren sämtliche Kostüme
dieses Abends, sowohl die des Publikums als auch die
des FKK.
Ihrem Namen alle Ehre machten auch die Frauen und Mädchen
des Gernsehballetts. Nach ihrem Auftritt forderte der
Saal mit Dauerklatschen und anhaltenden Zugaberufen
das Ballett erneut auf die Bühne. Diesem Wunsch
kamen die Damen gerne nach und begeisterten das angeheiterte
Publikum ein zweites Mal mit ihrem Programm.
Auch die absolut überzeugende Nana Mouskouri alias
Tom Berger brachte den Saal mit Schlagerparodien zum
Kochen und gab, dem anhaltendem Applaus folgend, ebenfalls
gern eine Zugabe.
Ein weiteres Highlight des dritten Programmpunktes "Alles
Super! Zum Wiegenfeste nur das Beste!" waren die
FKK-Goldkehlchen. Die Aufmerksamkeit des gut gemischten
Publikums galt zu fortschreitender Stunde neben dem
fabelhaften Gesang wohl auch den knappen Kostümen.
Die Netzstrumpfhosen in den schwarzen Lederstiefeln
konnten die Herren im Saal schon mal vom Gesang ablenken.
Damit war es für die Damen gar kein Problem, damit
ganz fabelhaft umzugehen. Bei der lautstark geforderten
Zugabe wurden die Damen sehr viel frecher und spielten
mit dem begeisterten Publikum. Mit Applaus waren die
Fehrbelliner Narren im Allgemeinen nicht sparsam, weshalb
die ohnehin schon extrem heisere Vorsitzende des FKK,
Irmhild Zemlin, ihre Mühe hatte, die Anwesenden
zu übertönen. Wenn sie es schaffte, so verfielen
die Anwesenden bei ihren Ankündigungen auf besonders
beliebte Showeinlagen gleich wieder in erwartungsvollen
Beifall. Nach drei Stunden Programm, die Lachmuskeln
waren schon etliche Male arg strapaziert worden, war
ein Ende noch nicht abzusehen. Punkt vier und fünf
des Programmes standen noch aus.
Auch diese beiden Showeinlagen waren wieder gespickt
mit Witz, Musik und jeder Menge herausragender Kostüme.
Schnelligkeit war gefragt beim Quiz "Raschi Raschi"
mit Karel Gott, Elisabeth Volkmann und Rotkäppchen,
einem Publikumsgast. Am schnellsten schaffte es Rotkäppchen,
die gesuchten Interpreten aus der Masse der anwesenden
Darsteller dieser Musiker herauszusuchen. Gewonnen hat
es dafür eine Packung "Prallmayer Condomo",
die satirische Version des vollendet veredelten Spitzenkaffees.
Das" (Albt)Raumschiff" mit Käpt'n Kork
und Steuermann Spucky ließ die Ohrwürmer
der vergangenen Jahrzehnte noch einmal aufleben. Ein
Highlight war dabei der böse Codo - ein älterer
Mann, der die Neue Deutsche Welle parodierte. Unterstützt
wurde er von den Tanzsternen, dem etwas anderen Männerballett.
Ein einfacher Kartoffelsack, mit einer Leine zusammengehalten,
fungierte als Kostüm. Auf diese Weise parodierten
die Karnevalisten die heiß geliebte und gehasste
Kelly-Family - stilecht mit weiblichem Fan, der Kuscheltiere
auf Bühne schmiss und sich schließend seinem
Star an Hals warf.
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