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Und sind wir noch
so fleißig, gesendet wird ja nur 1:30
RBB-Fernsehen filmte beim Fehrbelliner Karnevals
Klub / Optimale Drehbedingungen
Von Monique Franke
FEHRBELLIN • Fleißig waren sie wirklich,
die Leute vom Fernsehen. Das sechs Mann starke RBB-Team,
bestehend aus Kameramännern, Technikern und Reporterin,
hatte am Sonnabend bereits um 18 Uhr die Satellitenanlage
in Fehrbellin aufgebaut. Anschließend ging Live-Reporterin
Christine Meister mit dem Ziel einer zweieinhalbminütigen
„Schalte" von Person zu Person, um die nötige
Vorabsprache zu treffen.
Programmdirektor Tom Berger und die Vorsitzende des
FKK, Irmhild Zemlin, einigten sich darauf, zunächst
die „Glücksschweine" und danach das
„Männerballett" schon vorab zu zeigen,
denn die Direkt-Übertragung sollte im Rahmen der
Sendung „Brandenburg Aktuell" eine halbe
Stunde vor Beginn der wirklichen Feier stattfinden.
Reporterin Meister war mit den Glücksschweinen
und dem Männerballett zufrieden und schon ging
es mit der Stellprobe los. Während sich die Glücksschweine
in Position brachten, versuchte Kameramann Wolfgang
Lücke, sie ins perfekte Licht und Bild zu rücken.
Die Live-Reporterin betonte dabei besonders, dass die
Akteure nicht auf das „Drumherum" achten
sollen und dass ein fließender Übergang wichtig
sei.
Sie selbst ging kurz vor der „Schalte" noch
einmal in sich und legte ihren Text zurecht. „Ich
bin nur wenig angespannt. Durch die Erfahrung im
Laufe der Jahre wird man immer ruhiger. Daher erzähle
ich auch eher spontan, weil man bei einer Live-Übertragung
sowieso nicht genau weiß, was kommt",
sagte Meister, die bereits seit 16 Jahren vor der
Kamera arbeitet. Auch Kameramann Lücke, der
schon seit 1974 alles durch die Kamera sieht, gab
sich entspannt: „Ich
habe schon von Panne bis Bombendrohung alles miterlebt
und bin heute dementsprechend gelassen. Außerdem
sind die Bedingungen zum Drehen hier optimal.
Ich hoffe, die Stimmung gut einfangen zu können",
so Lücke, der seinen Job sehr gern hat, weil
jeder Tag anders sei. So beherzigt der rational
denkende Mann auch stets jenen Spruch, der locker
einer Büttenrede
über die Dreharbeiten bei den Fehrbelliner Karnevalisten
entsprungen sein könnte: „Und sind wir
noch so fleißig, gesendet wird ja nur 1:30!"
Tom Berger hatte an diesem Abend noch eine besondere
Aufgabe, denn er gab dem RBB ein Live-Interview. „Ich
habe schon einige Interviews gegeben, weshalb ich auch
eigentlich nicht aufgeregt bin. Ich habe nur Angst ins
Stottern zu kommen", erzählte er entspannt
und gelassen. Zemlin war hingegen um einiges aufgeregter:
„Ich bin schon seit Wochen sehr angespannt, aber
weniger wegen des Fernsehens, sondern vielmehr wegen
des Publikums. Wir proben schon seit September und hoffen
sehr, den Lachmuskel zu treffen!"
Exakt um 19.53 Uhr war es dann so weit. Die Show konnte
beginnen. Die Glücksschweine traten auf, es folgte
ein Interview mit Tom Berger und eines mit einem Mönch
aus dem bereits zahlreich anwesenden Publikum. Und schließlich
bildete das Männerballett einen stimmungsvollen
Abschluss.
„Es hat alles wunderbar geklappt - das Publikum
hat prima mitgemacht und die Bühne hat auch funktioniert",
freute sich Christine Meister.
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