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Am 18. Juni 1675 leitete
bei Fehrbellin der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm
die Entscheidungsschlacht gegen die schwedischen Truppen. |
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Was war geschehen? -
ein kurzer Geschichtsabriss - |
| Die Lage Anfang 1675 |
| Zu Jahresanfang 1675 hatten
sich schwedische Truppen unter Leitung ihres Feldmarschalles
Karl Gustav Wrangel von Nordosten und Nordwesten her an die
Grenzen der Mark Brandenburg herangekämpft. Das blieb dem Großen
Kurfürsten Friedrich Wilhelm natürlich nicht verborgen. Durch
inoffizielle Mitarbeiter wusste er über die Stärke und Ausstattung
des schwedischen Heeres bestens Bescheid. So veranlasste er,
den drohenden Einfall der Schweden in die Mark vor Augen, schon
Ende 1674 die wohl erste Generalmobilmachung der deutschen Militärgeschichte.
Seinerzeit klang das so: »...wenn ja die Schweden den Frieden
und die gute Nachbarschaft brechen sollten - ... - so müßte
man zur Verteidigung so gute Anstalt als möglich machen.« Kurfürst
Friedrich Wilhelm rief sogleich alle Bürger - vom einfachen
Bauer bis zu den Ständen in den Städten - auf, sich an der Verteidigungsbereitschaft
zu beteiligen. Pferde, Wagen, Menschen und Schusswaffen sorgten
so für eine enorme Verstärkung des bis dato eher schwachen Heeres.
Ja selbst das ohnehin nicht beste Wegenetz der Mark Brandenburg
wurde an strategisch wichtigen Orten künstlich verschlechtert, um den Vormarsch der Schwedentruppen zu erschweren. |
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Dies alles konnte aber den Vormarsch
der Schweden in die Mark nicht wirksam verhindern. Letztlich
ist die Mark Brandenburg ein Flächenland und ließ sich deshalb
schwer verteidigen. Die damalige Militärtechnik war zudem auch
nur wirksam einzusetzen, wenn der Gegner quasi bis auf einen
Meter gegenüber stand. Hinzu kam noch, dass sich die an der Verteidigung
beteiligten kaiserlichen Truppen sehr zurückhaltend bewegten.
So stand der Große Kurfürst mit seinen Truppen im wahrsten Sinne
des Wortes allein auf weitem Feld. Die Schweden waren bis zum
Frühsommer 1675 von Osten her über die Oder in die Mark eingefallen
und hausten »...gar fürchterlich...«. Den nordöstlichen und
östlichen Teil Brandenburgs bis an die Stadtgrenze Berlins hatten
die Schwedentruppen zu dieser Zeit schon eingenommen und Friedrich
Wilhelm war mit seinen noch schwachen Truppen weit weg von der
Frontlinie. Er wartete noch auf Verstärkung durch andere deutsche
Heere. |
| Unterdessen stockte der schwedische
Vormarsch. Nicht etwa durch militärische Kampfhandlungen, sondern
schlicht und ergreifend die Natur machte den Schweden einen
Strich durch ihre Taktik. Das sumpfige Rhinluch zwischen Fehrbellin
und Kremmen ließ kein schnelles Vorrücken mehr zu. Ein Glück
für die inzwischen gestärkten deutschen Heere. Diese drängten
die Schweden von Süden - Berlin - und Westen her nach Nordosten
zurück. Beide Kampftruppen - die Schweden unter Feldmarschall
Wrangel und die Deutschen unter Kurfürst Friedrich Wilhelm -
standen sich im Sommer 1675 auf Blickweite im Rhinluch zwischen
Fehrbellin und Hakenberg gegenüber. Die Entscheidungsschlacht
lag in der Luft! |
| Info-
und Bildquelle: |
Frank Bauer
Fehrbellin 1675, Brandenburg-Preußens Aufbruch zur Großmacht
Erschienen im Kurt Vowinckel-Verlag KG,
ISBN 3921 655 86 2 |
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| Der
Entscheidungstag von Fehrbellin, 18. Juni 1675 |
| Die
Orte der Schlacht |